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Was tun, mit den radioaktiven Abfallprodukten?
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Die
Entsorgung radioaktiver Abfälle fängt schon im KKW selbst an.
Hochradioaktive Abfälle, das
sind ausgediente Brennelemente nach vier und mehr Betriebsjahren, für
mindestens ein Jahr in einem sogenannten „Abklingbecken“ direkt neben
dem Reaktor im Sicherheitsbehälter unter Wasser aufbewahrt. In dieser
Zeit zerfällt ein Großteil der radioaktiven Spaltprodukte: Strahlung und
damit Wärmeentwicklung gehen zurück.
Nach der Abklingzeit, die je
nach Einsatzzeit des Brennelements auch über fünf Jahre hinausgehen
kann, werden die Brennelemente entweder zur Wiederaufarbeitung oder in ein
Zwischenlager gebracht.
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Bei der Wiederaufarbeitung werden
Spaltprodukte, Uran und Plutonium in einem chemisch-mechanischen Verfahren
voneinander getrennt. Uran und Plutonium können wieder in neuen Brennelementen
verwendet werden. Die Spaltprodukte werden mit Glasmasse verfestigt und bilden
den hochaktiven „Atommüll“.
Die in Glaskoskillen verfestigten
Spaltprodukte werden noch für mehrere Jahrzehnte in einem Zwischenlager
gelagert, ehe sie so weit abgekühlt sind, dass sie in ein Endlager gebracht
werden können.
 | Einblicke
in ein Zwischenlager
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Die
Kernkraftwerksbetreiber in Deutschland haben in Ahaus und in Gorleben
Zwischenlager für ausgediente Brennelemente und Glaskoskillen gebaut. Das sind
stabile Lagerhallen, in denen die Behälter stehend aufbewahrt werden und ständig
automatisch auf Dichtheit überprüft werden. Gorleben kam durch die heftigen
Proteste und Atommülltransporte immer wieder in die Schlagzeilen.
 | Castor-Transporte:
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Für den Transport
und die Zwischenlagerung von Brennelementen werden in Deutschland überwiegend
CASTOR-Behälter, daneben auch TN- und GNB-Behälter eingesetzt. Die CASTOR-Behälter
werden von der GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH und ihrem
Tochterunternehmen, GNB Gesellschaft für Nuklear-Behälter mbH, entwickelt und
hergestellt.
Der Name CASTOR entstand aus den
Anfangsbuchstaben der englischen Formulierung
cask
for storage
and transport
of
radioactive
material
(=Behälter für die Lagerung und den
Transport für radioaktive Stoffe).
CASTOR-Behälter wurden in den 70er
Jahren in Deutschland von der GNS Gesellschaft für Nuklear-Service entwickelt.
Sie sind als Transport- und Lagerbehälter konzipiert und ermöglichen die
trockene Zwischenlagerung abgebrannter Brennelemente, deren Konzept ebenfalls in
Deutschland entwickelt wurde.
Es gibt CASTOR-Behälter für die
verschiedensten Brennelemente: für Brennelemente aus Druckwasserreaktoren, aus
Siedewasserreaktoren und Versuchsreaktoren
(Das Innere eines Castortransporters)
(Stabilitätstests eines
Casortransporters)
 | Einblicke
in ein Endlager
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Nach der
Abklingzeit im Zwischenlager kommen Glaskoskillen mit radioaktiven
Spaltprodukten und unaufgearbeitete Brennelemente in besonderen Behältern ins
Endlager, wo sie zeitlich unbegrenzt bleiben.
In Deutschland wird
als Endlager ein Salzstock unter der kleinen Gemeinde Gorleben (Landkreis Lüchow-Dannenberg,
Niedersachsen) auf seine Eignung untersucht. Die bisherigen Ergebnisse haben
nicht erkennen lassen, dass er ungeeignet wäre. Eile bei der Erschließung ist
nicht vonnöten. Die ersten Brennelemente oder Glaskoskillen können erst etwa
um das Jahr 2030 eingelagert werden. So lange müssen sie noch oberirdisch abkühlen.
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