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Beispiele:

- Energieversorgung Baden Württemberg

- Stromversorgung Karlsruhe

 

Die Endlagerung atomarer Abfälle ist völlig ungeklärt

Wo der tödliche radioaktive Abfall dauerhaft gelagert werden soll, ohne die Umwelt zu verstrahlen, dafür haben die Betreiber von Kernkraftwerken keine Lösung parat.  

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Abbildung zeigt einen Atommüllbehälter

Wer beim Bungee-Jumping vor dem Absprung steht, pumpt massenweise Adrenalin. Es braucht Mut, Vertrauen ins Material und die persönliche Entscheidung das Restrisiko zu tragen. Die persönliche Entscheidung: In Sachen Kernkraft war die Meinung der Bevölkerung nie gefragt. Bei Umfragen aber sind die Werte deutlich: 60 Prozent sagen Nein zum Restrisiko Atomkraft. Der Versuch, diese Großtechnik gegen die Bevölkerung durchzusetzen, hat die Nation gespalten

Das Hauptargument der Kernkraftgegner: Erstmals in der menschlichen Geschichte wird den eigenen Nachkommen strahlender giftiger Dreck hinterlassen. Kommende Generationen haben für tausende von Jahren unsere Zeche zu zahlen. Der erste große Nuklearunfall ereignet sich ausgerechnet in dem hochmodernen amerikanischen Kraftwerk Harrisburg. Radioaktive Gase entweichen, 200.000 Menschen müssen evakuiert werden. Zu einem Supergau kommt es dann in der Ukraine: Kernschmelze, Explosion des Reaktors, 30 Tote sofort, circa 25.000 Menschen starben bis jetzt an den Folgen. 


IMMER EIN RESTRISIKO


Ein Restrisiko bleibt, meint Professor Olav Hohmeyer von der Universität Flensburg: “Es bleibt immer ein restliches Risiko, besonders groß im Bereich des menschlichen Versagens, dass der Mensch nicht so handelt, wie es in technischen Modellen unterstellt wird. In diesen Bereichen heißt es zum Beispiel, dass es in Kauf genommen wird, dass wir im Schnitt von circa 30.000 Betriebsjahren, Reaktorbetriebsjahren, einen großen Unfall vom Tschernobyltyp haben. Wenn sie 1000 Reaktoren weltweit hätten, heißt das alle 30 Jahre einen solchen Unfall.”


Atomkraftwerke sind und bleiben unsicher. Auch das Argument, Atomkraft sei konkurrenzlos billig, ist falsch. Tatsache ist: Atomstrom ist billig, weil er politisch billig gemacht wurde - so erlaubt der Gesetzgeber den Kernkraftwerksbetreibern eine dramatische Unterversicherung. Deutsche AKWs sind mit 500 Millionen Mark gegen einen Gau haftpflichtversichert, die selbe Summe geben Bund und Länder dazu. Experten schätzen aber die tatsächliche Schadenshöhe auf bis zu fünf Billionen Mark. Zum Vergleich: Für Strahlenschäden, die der Tschernobyl-Unfall allein in Deutschland anrichtete, zahlte das Bundesverwaltungsamt 291 Millionen Mark.

Professor Olav Hohmeyer vergleicht: “Ihr Auto ist um ein Vielfaches, um ein tausendfaches besser versichert, als ein Kernkraftwerk, aufgrund der hohen Haftungsverpflichtung, die sie haben.” Eine Studie, noch im Auftrag der Regierung Kohl erteilt, rechnet vor, was die Versicherungswirtschaft tatsächlich berechnen müsste: “....müsste sie eine Versicherungsprämie erheben, die bei Umlage auf den Strompreis eine Mark pro Kilowattstunde ergeben würde.” Mit diesem Preis aber wäre die Kernkraft wirtschaftlich tot


ATOMSTROM EINFACH ZU TEUER


In den USA ist sie es de facto bereits. Die Amerikaner entscheiden unideologisch, nur am Preis orientiert, wie Dr. Martin Resnikoff, Nuklearphysiker in New York, bestätigt: “Ich kann mich kaum mehr erinnern, wann der letzte Reaktor in den USA verkauft wurde. Das war Ende der siebziger Jahre. Im Vergleich zu anderen Formen der Energiegewinnung ist die Kernkraft einfach zu teuer.” In schönen Animationsfilmen preist die KWU ihre neuen Gas und Dampfturbinen an - schon heute macht die Siemenstochter nach eigenen Angaben sechsmal mehr Umsatz mit konventionellen Kraftwerken als mit Kernkraftwerken.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Ausstieg aus der Kernenergie Arbeitsplätze in innovativen Bereichen schaffen wird. Laut Professor Olav Hohmeyer verlöre man bei einem Ausstieg etwa 10.000 Arbeitsplätze, wobei man in anderen Bereichen sehr viel mehr gewänne. Insgesamt ergebe ein Ausstieg aus der Atomenergie ein Plus von 25.000 Arbeitsplätzen, so rechnet der Wissenschaftler vor.

Das Klimaschutzziel den CO2-Ausstoß zu reduzieren, ist auch bei einem Atomausstieg zu schaffen. Bedingung dafür wäre: Der Ausstieg muss der Einstieg in Energiespartechniken werden. Hier sind nach Meinung von Professor Olav Hohmeyer verblüffende Potentiale vorhanden: “Sie können ein Kernkraftwerk dadurch einsparen, dass sie die Stand-By Schaltung wie zum Beispiel beim Fernseher auf den neusten technischen Stand bringen und zusätzlich in bestimmten Umfang Energiesparlampen einsetzen, und sie hätten schon ein KKW eingespart.”  


 

Der Aufbau dieser Windstationen ist mit Sicherheit nicht überall möglich und auch heute immer noch nicht ganz billig. Aber es ist eine Methode Strom wirklich umweltgerecht zu erzeugen.

 

 

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